| Schulfeiern

Nach dem Schuljahr ist vor dem Schuljahr

Eigentlich würde man bei einer letzten sogenannten Verpflichtung vor Schulende in der Aula Ablenkung, Ungeduld oder gar Desinteresse erwarten, aber als Prof. Schötzer darauf hinweist, dass das folgende Cellostück einen besonderen Stellenwert in der Musikgeschichte einnimmt und dem Vortrag mit Respekt begegnet werden sollte, ist es mucksmäuschenstill im gesamten Saal. Noch stiller und gespannter wird die Stimmung, als die bekannten und meisterhaft von Emma Vieider vorgetragenen Töne des beliebten Präludiums von J. S. Bach erklingen; für Emmas Alter ist der Vortrag außergewöhnlich kontrolliert, technisch entwickelt und interpretativ sehr abgerundet und reif, einfach nur beeindruckend. Und somit ist einer der wirklichen Höhepunkte der Abschlussfeier genannt. Ebenso rührend und fesselnd ist die Adaptierung des „Kleinen Prinzen“, die von der Theatergruppe unter der kompetenten Leitung von Prof. Pötschko mit viel Herz und Einsatz zum Besten gegeben wurde. Dabei sind die ausnahmslos positive Stimmung und die geballte Aufmerksamkeit auf die makellose Organisation und intensive Vorbereitung der Abschlussfeier durch Prof. Schötzer, Prof. Peer und Prof. Pötschko zurückzuführen: Es funktioniert einfach alles wie am Schnürchen und somit gibt es weder Unterbrechungen noch Leerlauf-Momente, die beim Publikum zum Nachlassen oder gar Verlust der Aufmerksamkeit führen könnten.

Gekonnt eingestreut zwischen den verschiedenen bereits erwähnten Glanzlichtern der Veranstaltung finden sich die Ehrungen einzelner Schüler*innen oder Gruppen, die in unterschiedlichsten Kategorien brilliert haben: Von der Gestaltung eines Denk-Raumes, der seines Namens mehr als würdig erscheint, über die Bestleistungen bei den Notendurchschnitten und den Landeswettbewerb „Politische Bildung“ bis hin zum saubersten Klassenraum; auch wurden die SiegerInnen des Volleyballturniers geehrt. Zum ersten Mal wurde auch der „Güldene Petronius“ der Klasse verliehen, die jenes Latein-T-Shirt hervorgebracht hat, das bei den Abstimmungen am „Latin-T-Shirt-Day“ am meisten Zuspruch bekommen hat. 

Brilliert haben auch wieder zahlreiche Projekte im vergangenen Schuljahr: „Play Together“, bei welchem SchülerInnen sich nicht der Hürde einer anderen Sprache, sondern der einer eigenen Kommunikationsform, der sogenannten unterstützten Kommunikation, mit viel Geduld und Empathie gestellt haben; auch wurde der Schulgarten zum Leben erweckt, indem von den Klassen S 2C und T 1A Kräuter, Getreide, Erdbeeren und Gemüse angepflanzt wurden; die Patinnen dagegen beweisen, wie wichtig Unterstützung und Begleitung für eine authentische Gemeinschaft sind, weshalb ein großer Dank an jene geht, die mit dem Abschluss der 5. Klasse den Stab an die neuen übergeben, die wiederum die aufrichtigsten Glückwünsche verdienen; genauso wichtig erscheint das konkrete Handeln, das die SV 3A und SV 3B mit dem COOL-Projekt „DoDay“ im Sinne der Nachhaltigkeit umsetzen konnte, um Verantwortung übernehmen und direkt etwas bewirken zu können; im Zentrum des Kulturen-Tisches „Spirit and Stories“ standen die Begegnung, das Zuhören und im besten Fall das Verstehen - das Verstehen anderer Sichtweisen, Erfahrungen und Gefühlswelten.