Korrnliadr

Moderne Literatur in Vinschger Mundart


De Korrnrliadr hobm mi stork beeindruckt,

bin mir vorkemm, als war i selber af an Korrn kuckt –

die Liadr sein af der CD wunderbor glesn,

isch für mi a Genuss gewesn.

Marianna Fink (Verwaltungssachbearbeiterin)

Der Schrecken verliert sich vor Ort

Klug, berührend und mitreißend

Der Protagonist, Heiner Rosseck, hat Auschwitz erfahren müssen, weil er ein Kommunist ist und hat überlebt. Er sagt beim Auschwitz-Prozess gegen seine Peiniger aus und lernt dabei Lena kennen; sie empfinden eine gewisse Anziehung, Neugier und verlieben sich.  Er ist Österreicher und sie Deutsche. Eine aus dem Volk der Täter. Diese Tatsache ist für Heiner nicht ganz so einfach. Und neben diesem geistert noch vieles mehr in  seinem Kopf  herum. Er versucht damit zu leben, sich seinen Traumata zu stellen und beginnt sich durch die Beziehung zu Lena und seiner Gefühle für sie zu verändern.  Auch Lena versucht zu begreifen, warum Heiner empfindet, was er empfindet und denkt. Ihre Charaktere sind nachvollziehbar gezeichnet und die Empfindungen beider Personen perfekt geschildert. Dabei ist diese Geschichte nicht von Emotionen überfrachtet, vielleicht gerade weil das Grundthema ja kaum in Worte fassbar ist.

Als besonders gelungen empfand ich, dass das Hauptaugenmerk auf der Zeit nach Auschwitz liegt. Wie lebt man nach und mit solchen Erlebnissen? Was für Auswirkungen haben solche Traumata auf Menschen? Natürlich wird auch in Rückblicken über Geschehnisse in Auschwitz berichtet. Und immer, wenn ich so etwas lese, höre und sehe, frage ich mich wie man so etwas anderen Menschen antun kann und wie ich gehandelt hätte.

Insgesamt ein für mich sehr gutes, berührendes Buch mit dem Vermerk: Unbedingt Lesen!!!

Kathrin Klauser (Verwaltungssachbearbeiterin)

Die Philosophie in Star Trek

Was passiert beim Beamen eigentlich mit der Seele?

Das Buch „Die Philosophie in Star Trek“ behandelt auf unterhaltsame und spannende, gleichzeitig aber auch sprachlich einfache Weise verschiedene wissenschaftliche und philosophische Themen, die zum Nach- und Weiterdenken anregen:

Kann man „etwas“, das den Menschen täuschend echt imitiert (Commander Data) „lebendig“ nennen oder umgekehrt: Warum ist der Mensch mehr als nur eine Maschine?

Was bedeutet eigentlich „Allmacht“, und welche verschiedenen Arten davon gibt es?

Wie könnte Leben aussehen, das völlig anders geartet ist als unseres – und könnten wir es überhaupt als Leben begreifen?

Kann man einen paradiesischen Zustand akzeptieren, wenn dafür die individuelle Freiheit geopfert werden muss? Wie funktioniert Kommunikation, wenn man zwar die Wörter einer Sprache versteht, die ganzen Sätze aber völlig sinnlos erscheinen – und was hat das mit Nietzsche und unserer eigenen Sprache und Wahrnehmung zu tun?

Ich kann das Buch allen philosophisch Interessierten wärmstens empfehlen!

Judith Knapp (Lehrkraft für Mathematik und Physik)