| Impressionen aus dem Schulleben

Gemeinsames TouSo - Abschlussprojekt

400 Schüler*innen haben in der letzten Schulwoche einen fraktalen Körper - den Menger-Schwamm - zusammengebaut: man würde es nicht glauben, aber ganze 800 Arbeitsstunden stecken in dem löchrigen Gebilde.

Und die Löcher sind das auch charakteristische an diesem dreidimensionalen Fraktal. Es entsteht dadurch, das ein Würfel in 27 Teilwürfel zerlegt wird und von diesen 27 Würfeln die mittleren 7 herausgenommen werden, und das immer wieder. Bei jeder Wiederholung dieses Vorganges vergrössert sich die Oberfläche des neu enstandenen Körpers, gleichzeitig wird das Volumen kleiner - der Mengerschwamm ist also ein Körper, bei dem die Oberfläche unendlich gross wird, während das Volumen verschwindet.

Diese "Unendlichkeit" der Oberfläche haben die Schüler*innen beim Basteln der einzelnen Teile hautnah erfahren können - es erforderte doch einiges an Geduld und Fingerspitzengefühl, das Papier rund um die Löcher zu falten. Eine kurze Hochrechnung ergab dann auch ein beeindruckendes Ergebnis: ein einzelner Mathelehrer müsste 5 Monate seiner Arbeitszeit für die Herstellung dieses Menger-Schwammes aufwenden. 

"A fractal is a way of seeing infinity", so Benoît Mandelbrot, der Vater der fraktalen Geometrie.

Ein fast perfekter Zeitpunkt der Unendlichkeit ins Auge zu sehen: Jetzt, am Ende des Schuljahres und Beginn der Sommerferien, finden wir - eure Mathelehrer*innen. 

 

Die Matheprofessoren beim finalen Zusammenbau.
Der Menger-Schwamm besteht hauptsächlich aus Löchern.
Das fertige Exemplar im Foyer der Schule...
... natürlich in den Schulfarben blau und rot.