| Sozialwissenschaftliches Gymnasium

"Ich bin froh, endlich wieder an der Schule zu sein!"

Julia aus der 2. Klasse spricht laut aus, was viele Schüler*innen und Lehrpersonen denken: Trotz aller Schwierigkeiten und Einschränkungen, denen das System Schule momentan unterworfen ist, überwiegt die Freude, wieder zusammen zu arbeiten und zu lernen, Freund*innen zu treffen, Gespräche zu führen, Zeit miteinander zu verbringen.

Es ist gerade Pause.

Schnell mal Nachrichten checken, ein Biss ins Pausenbrot, mit den Freundinnen albern - mit Maske oder im nötigen Sicherheitsabstand. Es funktioniert.

Eine Frage in die Runde: "Wie geht es euch nach diesen ersten Tagen?" "Wir können in der Klasse gut arbeiten." "Der Unterricht in Wochenturnussen ist super, da kann ich dann auch mal länger schlafen." "Die Zeiten des selbstorganisierten Lernens werden nicht immer eingehalten, wir müssen die Lehrer manchmal daran erinnern." "Ich finde, wir müssten die Räume und Gänge besser nutzen." "Die Anmeldung in der Mensa funktioniert nicht so gut." "Es tut gut, wieder einen geregelten Tagesablauf zu haben." "Nicht so einfach, nach sechs Monaten wieder an der Schule zu sein." "Ich habe das Schulleben vermisst."

Ein Blick ins Lehrerzimmer. Was sagen die Lehrpersonen?

"Welche Woche haben wir gerade? Orange oder blau?" "Organisation ist gefragt, aber es läuft gut, besser als gedacht." "Die Arbeit mit den Schülern in der Klasse ist doch was ganz anderes... dafür bin ich Lehrer geworden." "Ich bin sehr zuversichtlich, meinen Unterricht den gegebenen Bedingungen anpassen zu können." "Es tun sich für mich auch viele neue Chancen auf." "Solange die Tage schön sind, werde ich einfach Unterricht im Innenhof machen."

Nach den ersten 10 Unterrichtstagen zeichnet sich ein durchaus positives Stimmungsbild ab. Klar - an der einen oder anderen Schraube muss noch gedreht werden - aber der Werkzeugkasten steht griffbereit.